Die Frühphase des Konflikts wurde im übrigen Europa nur am Rande wahrgenommen, dr serbischen Führung gelang es lange Zeit hindurch, die von ihr gelenkten Gesche nisse als eine Art interne  erbische,bzw. „interne jugoslawische“ Angelegenheit darzustellen und zu verharmlosen.

(Veröffentlicht bei „Commentaire“, Paris, Mai – August 1993

 

Von Dr. Alois MOCK

Seit Juni 1991 herrscht mitten in Europa offener Krieg. Es handelt sich um einen echten, veritablen Krieg, wie er bis zuletzt kaum für möglich gehalten worden war. Er hat schon über 200.000 Menschen das Leben gekostet, Tausende zu Invaliden gemacht und Millionen in die Flucht getrieben. Die Anwendung  ewaffneter Macht gegen die Bevölkerung hat keineswegs erst mit der massiven militärischen Reaktion der  ugoslawischen Volksarmee (JVA) auf die Unabhängigkeitserklärungen Sloweniens und Kroatiens am 25.6.1991 begonnen. Er hat vielmehr mit der stteten Eskalation der polizeistaatlichen Unter- rückungsmaßnahmen im Kosovo im Zusammenhang mit der gewaltsamen Aufhebung der Autonomierechte dieser konstitutiven Provinz der jugoslawischen Föderation (ab 1987) sowie mit der Exekution einer umfassenden Strategie der gewaltsamen Abtrennung teilweise serbisch besiedelter Gebiete Kroatiens (ab Juli 1990) und Bosnien-Hrzegowinas (ab Sommer 1991) eingesetzt.

Die Frühphase des Konflikts wurde im übrigen Europa nur am Rande wahrgenommen, dr serbischen Führung gelang es lange Zeit hindurch, die von ihr gelenkten Gesche nisse als eine Art interne  erbische,bzw. „interne jugoslawische“ Angelegenheit darzustellen und zu verharmlosen. Dabei profitierte sie vom traditionllen Vertrauen der Welt in den Stabilisierungseffekt, der jahrzehntelang von Jugoslawien als Puffer zwischen dem Westen und dem Sowjetimperium ausgegangen war und dem Ansehen des Landes als blockfreier Staat, der noch dazu bis September 1991 Vorsitzland der Bewegung war. Daneben verwendete die serbisch – jugoslawische Führung mit Erfolg eine Rhetorik der beiden Weltkriege dieses Jahrhunderts, um di internationale Meinung mit Hilfe der von ihr praktisch exklusiv beherrschten  esamtstaateinrichtungen ( wie z. B. das diplomatische Netz und die Nachrichtenagentur TANJUG) zu beeinflussen.

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