Die Auflösung des Königreichs Jugoslawien nach der faschistischen Okkupation im April 1941 unterbrach für die Dauer des Zweiten Weltkriegs die Politik der zwangsweisen Deportation von Albanern aus Kosova und anderen Gegenden in die Türkei. Es wurden jedoch weiterhin Pläne entworfen, diese Deportationspolitik
nach Kriegsende fortzusetzen, wenn der Staat der Südslawen wiedererrichtet würde.

Von Zamir Shtylla

In die antialbanischen Bestrebungen, die sich in nichts von denen vor 1941 unterschieden, waren Repräsentanten zweier einander widerstrebender politischer Gruppierungen Jugoslawiens verstrickt: die profaschistische çetniki-Reaktion und, erstaunlicher- und bedauerlicherweise, die Nationale Befreiungsbewegung.
Während erstere im ersten Jahr der Okkupation ihre Position bekräftigte, tat zweitere dies bei Kriegsende.

Das Programm der Cetniki-Reaktion zur Vertreibung und Assimilation von Albanern wurde am 20. Dezember 1941 verabschiedet, versehen mit der Unterschrift des Kriegsministers der jugoslawischen Exilregierung, Draza Mihajloviø 1, des Oberkommandierenden der Cetnik-Einheiten, die mit der Besatzungsmacht gegen den jugoslawischen nationalen Befreiungskrieg kollaborierten.
Unter besonderem Hinweis auf die von Seiten der Albaner für Serbien und Jugoslawien ausgehende Gefahr hob dieses Programm hervor, daß einer der hauptsächlichen Wege, die Albaner zu eliminieren, deren Verlegung nach Innerserbien sei, unter gleichzeitigem Betreiben ihrer Auswanderung in die Türkei. Die Verfasser dieses Cetnik-Programms unterstrichen auch die Notwendigkeit, die Deportation mit einer Umsiedlungspolitik zu kombinieren, wobei die „Serben aus den Bezirken von Studenica und Alt-Kolac
in in das Kosovo verbracht werden sollten…, während Serben aus den gebirgigen Cupas und aus montenegrinischen Sippen, besonders aus Vasojevic …, und Handwerker aus Serbien… nach
Metohija verbracht werden sollten.“

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